Die Naturheilverfahren umfassen ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigene Fähigkeit zur Selbstheilung aktivieren können. Dabei nutzen sie bevorzugt in der Natur vorkommende Mittel und Reize.


Zu den klassischen Therapieverfahren der Naturheilkunde zählen:


  • Die Hydro- und Balneotherapie sowie die Klimatherapie
    Hierzu zählen Wasseranwendungen und Wickel nach Kneipp und Prießnitz, die Nutzung von Wärme- und Kälteanwendungen, Heilwässern und klimatischen Reizen.
  • Bewegungstherapie
    Krankengymnastik und Massagen, aber auch der gezielte Einsatz körperlicher Aktivität und Trainingstherapie gehören zur Bewegungstherapie.
  • Ernährungstherapie, Diätetik und therapeutisches Fasten
    Die Behandlung wird durch eine gesunde und ausgewogene Kost oder eine dem Krankheitsbild angepasste Ernährung unterstützt.
  • Ordnungstherapie
    Es werden Therapieformen einbezogen, die das vegetative, emotionale und psychische Gleichgewicht wiederherstellen, wie z.B. Entspannungsverfahren, Mind Body Stress Reduction (MBSR), Psychotherapie und künstlerische Therapien.
  • Phytotherapie
    Den gezielten Einsatz von pflanzlichen Arzneimitteln und Tees bezeichnet man als Phytotherapie.
  • Neuraltherapie
    Hierbei handelt es sich um eine Reiztherapie ähnlich der Akupunktur, die durch lokale Injektionen von geringen Mengen Lokalanästhetika eine Muskelentspannung und vegetative Regulierung erzielen können.
  • Eigenbluttherapie
    Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten zunächst etwas Blut entnommen und dieses anschließend, zum Teil mit Zusätzen, in den Muskel injiziert oder z. B. als Globuli verabreicht. Hierdurch beeinflusst man das Immunsystem im Sinne einer Umstimmung.